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Sizilien & Orangen: Traumpaar seit 600 Jahren

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Sizilien & Orangen: Traumpaar seit 600 Jahren

Seit 600 Jahren sind Sizilien und Orangen unzertrennlich. Eine Erfolgsstory, die die Insel bis heute prägt.

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Sizilien und Orangen: Traumpaar seit 600 Jahren

Sizilien ohne Zitrusfrüchte? Unvorstellbar. Sie sind ein fester Bestandteil der sizilianischen Kultur. Das war nicht immer so. Wie kamen sie auf die Insel? Wie wurde die Zitrusfrucht, was sie heute für die Einwohner ist? Hier die Antworten.

Von der sauren Orange zum weltweiten Hotspot 

Die Anfänge liegen tausende Jahre zurück. Um 850 v. Chr. – zur Zeit der arabischen Eroberung – gelangten Zitrusfrüchte nach Italien. Hier fanden die Früchte ein warmes Klima mit milden Wintern: die perfekte Voraussetzung. Doch aller Anfang ist schwer. Zuerst wurden nur bittere und gelbe Orangen angebaut. Im Laufe der Zeit kam der Durchbruch. Süßere und rote Sorten entstanden.

Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert ging es für Sizilien richtig los. Die Insel stieg zu einem strategischen Standort für den Anbau und Handel mit Zitrusfrüchten auf. Schon bald entwickelte sie sich zum weltweiten Bezugspunkt der Orangenproduktion.

Catania – das Blutorangenparadies auf Sizilien 

Der Aufschwung lag vor allem an der Ebene von Catania. Das Klima und die Nähe zum Vulkan Ätna boten ideale Wachstumsbedingungen. Catania ist das einzige Gebiet, in dem dank des besonderen Mikroklimas die echten sizilianischen Blutorangen produziert werden. Gepflegt und kontrolliert von örtlichen Bauern.

In ganz Sizilien gibt es Flächen voller Zitrusfruchthaine. Je nach Lage und Region gedeihen verschiedene Sorten: ob an den Hängen des Ätna, in der Provinz Syrakus oder Enna. In der Ebene von Catania konzentriert sich die Blutorangenproduktion.

Eine von drei Blutorangensorten ist die Tarocco. Entdeckt in Pedagaggi, einem Ortsteil von Carlentini (Provinz Syrakus), zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seither konzentrieren sich die weniger als 1.000 Einwohner auf Blutorangen.

Die Sagra der Blutorange

Die lokale Gemeinschaft hält große Stücke auf Blutorangen. So sehr, dass sie ihnen sogar ein Fest widmet. Die Sagra dell’arancia rossa findet jedes Jahr in der letzten Februarwoche in Palagonia statt.

Aber was genau ist eine Sagra? Eine Art Dorffest für lokale Produkte. Bewohner errichten Stände mit örtlichen Spezialitäten, Folkloretanzgruppen sorgen für die Unterhaltung.

Ein tolles Ereignis, auch für Touristen. Sie probieren verschiedene Orangensäfte und entdecken neue Rezepte. Ein unterhaltsamer Anlass, der den Stellenwert der Blutorange unterstreicht. Nicht umsonst wird sie von den Einheimischen liebevoll ‚l’oro rosso’ (rotes Gold) genannt.