Die Reifestadien der Tarocco-Orange

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Die Reifestadien der Tarocco-Orange

Sie sind das Herzstück einiger unserer Limonaden: Tarocco-Blutorangen. Auf einer Farm in Sizilien werden die leckeren Früchte angebaut. Doch wie sehen eigentlich die Entwicklungsstadien aus? Wir haben uns das einmal genauer angeschaut.

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Die Reifestadien der Tarocco-Orange

Sizilianische Zitrufrüchte haben einen einzigartigen Geschmack. Grund dafür ist zum einen der besondere vulkanische Boden der Insel und zum anderem das mediterrane Klima der italienischen Nordküste.

Die Entwicklungsstadien vom Zitrusfrüchten variieren je nach Standort. Auch Temperaturschwankungen, der Boden sowie die Reife der Pflanze spielen eine wichtige Rolle. Am Beispiel der Tarocco-Blutorange zeigen wir, wie sich eine Frucht entwickeln kann. Daher ging es für uns auf die Arcoria-Farm in Paternò, Sizilien. Hier werden die Orangen angebaut, die einigen unserer Limonaden ihren unverkennbaren Geschmack geben.

Blüte: April bis Juni

Zwischen April und Mai füllen sich die Orangenhaine mit wunderschönen, weiß gefärbten Orangenblüten. In diesen Monaten öffnen sich unzählige grüne Knospen, die den 110 Hektar großen Orangenhain in riesige weiße Felder verwandeln. Die Luft duftet dabei angenehmen nach dem herrlich süßen, intensiven und frischen Zitrusaroma.

Die Bestäubung erfolgt zwar auf natürliche Weise, doch um den Vorgang zu erleichtern, setzt der Orangenbauer im Frühjahr Tausende von Bienen in seinem Orangenhain aus.

Jede Blüte, die sich vom Baum löst, bedeutet eine Zitrusfrucht weniger. Insgesamt bleiben nur 3-4% der Blüten während der Anfangszeit tatsächlich am Baum haften. Im nächsten Schritt vergilben die überlebenden Orangenblüten, fallen ab und hinterlassen kleine Stempel. Und nur diese wachsen in einem Zeitraum von sieben bis acht Monaten zu leckeren saftigen Orangen heran.

Reifung und Ernte: September bis Januar

Einen ganzen Sommer lang wachsen und gedeihen die Früchte im Orangenhain. Im Herbst nähern sie sich dann langsam ihrer Reife. In den Endstadien bekommt das Fruchtfleisch seine unverkennbare rote Farbe durch die Ansammlung und Synhese von Anthocyanen.

Der Herbst und Winter in Sizilien wird von starken Temperaturschwankungen bestimmt. Diese enormen Unterschiede ermöglichen erst eine Synthese der natürlichen Pigmente. Das Gebiet von Catania, an den Abhängen des Ätnas, unterliegt in diesem Zeitraum den größten Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Aus diesem Grund wachsen in dem Gebiet Blutorangen mit der tiefsten Pigmentierung heran.

Im Dezember und Januar erreichen die Früchte ihre volle Reife und werden traditionell von Hand geerntet. So behalten sie ihren wunderbaren, einzigartigen Geschmack.

In wenigen Monaten setzen die Bäume erneut Knospen an und bilden weitere Blüten – so beginnt der Kreislauf von Neuem.