San Pellegrino Fruit Beverages

ZAGARA

 

Zitrusfrüchte sind nicht nur wegen der Frucht an sich, sondern auch wegen der herrlichen Blüten bekannt, die Zagara heißen. Der Name "Zagara" setzt sich aus zwei Wörtern arabischen Ursprungs zusammen, nämlich "zahara", glänzendes weißes Licht und "zahr", die Blüte. Jede Zitrusfruchtsorte hat andere Blüten und Zagara bezeichnet die Blüten von Zitronen, Bitter- und Süß-Orangen. Die Zagara-Blüte hat 5 schneeweiße Blätter, was in der Sprache der Blumen für Reinheit und Fruchtbarkeit steht. Aus diesem Grund werden Orangenblüten als Symbol auch häufig für den Blumenschmuck bei Hochzeiten verwendet.

Der Name Zagara war außerhalb Siziliens wenig bekannt, bis der Schriftsteller Gabriele D'Annunzio diesen Begriff verwendete und einem breiteren Publikum bekannt machte. Gabriele D'Annunzio, italienischer Schriftsteller und Dichter von internationalem Ruf, war einer der wichtigsten Vertreter des europäischen Fin de Siècle. Der literarische Trendsetter seiner Zeit, Gabriele D'Annunzio, schrieb in seinem Werk "Notturno": "Da gibt es die Zàgara. Das ist der arabische Name, mit dem das sarazenische Sizilien die Orangenblüte bezeichnet. Ich hörte ihn, als Heranwachsender, von einem Schiffsjungen zum ersten Mal. Er gefällt mir so sehr, dass ich den Duft rieche, wenn ich ihn ausspreche. Es gibt die Zàgara aus dem Gewächshaus: eine Gruppe Blätter, die beim Berühren erklingen und in der Mitte die harten Knospen. Jede einzelne spüre ich. Einige sind geschlossen, einige aufgeblüht, manche halb offen." Es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele aus der Literatur mit Hinweisen auf die Zagara. In "Madame Bovary", dem weltberühmten Roman von Gustave Flaubert, besteht das Brautbouquet der eleganten Heldin aus weißen Orangenblüten, die in voller Pracht stehen.

Der berühmte französische Schriftsteller Guy de Maupassant besuchte in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts Palermo und seine Beschreibung der Orangenblüten ist derart intensiv, dass der Duft nahezu zu spüren ist. Er schreibt in seiner "Reise nach Sizilien": «Ein Hauch steigt aus dem duftenden Wald aus, ein Hauch, der den Geist trunken macht... Dieser Geruch, der dich plötzlich einhüllt, der die zarte Empfindung der Düfte mit der künstlerischen Freude des Geistes verschmelzen lässt, dich einige Sekunden lang in eine Euphorie der Gedanken und des Körpers eintauchen lässt, die an Glück grenzt».

Die Zagara ist jedoch nicht nur in der Literatur präsent, sondern auch in der Malerei. (Quelle 4) Im Gemälde "Primavera" stellt der Künstler Botticelli die reine Schönheit seiner Venus, die von weiteren Gottheiten umgeben ist, in einem prächtigen Orangenhain dar, der in voller Blüte steht. Nicht zufällig blühen Orangenbäume genau in dieser Jahreszeit. Die Orangen hinter den Gottheiten in diesem herrlichen Werk gelten als Hochzeitssymbol, weil man dachte, dass es sich bei den goldenen Früchten, die die Hesperiden anlässlich der Hochzeit von Jupiter und Juno als Geschenk darbrachten, um Orangen handelte.

 

 

Die Blütenblätter der Zagara kommen wegen ihres zarten, berauschenden Zitrus-Dufts in der Kosmetik zum Einsatz, etwa für die Herstellung von ätherischen Ölen für Duftspender und Produkte für die Körperpflege. Die Blüten der Bitterorange werden destilliert und für die Herstellung des ätherischen Neroli-Öls verwendet, das wegen seiner beruhigenden, ausgleichenden und regenerierenden Wirkung bekannt ist.

Die Zagara hat 5 Kelchblätter (grüne Blätter, die den Kelch formen) und 5 freie Kronenblätter, die die Blüte bilden. In der Krone befinden sich 20 bis 30 Staubfäden, an deren Spitzen die vierteiligen Antheren sitzen, d.h. die Staubbeutel, die den kostbaren, Gold-gelben Blütenstaub enthalten.

Da es eine Vielzahl an Zitrusfruchtarten gibt, haben auch die Zagare unterschiedliche Formen: Pomelo, Bitterorange und Grapefruit haben die größten Blüten, etwas kleiner sind die Blüten bei der Süßorange, der Zitrone und der Mandarine. Bei den meisten Arten fallen die Blüten in der Anfangsphase der Fruchtbildung ab, bei der Bergamotte jedoch hält sich die Blüte, bis die Frucht komplett herangereift ist. Viele Zitruspflanzen blühen üppig in mehreren Zyklen, wobei sich die Blütenpracht im Frühling konzentriert. Bei einigen Arten entwickeln sich 100.000-200.000 Blüten pro Pflanze, aber nur 1-2% davon bilden Früchte.