Fiadoni (Käsebällchen)

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FIADONI (KÄSEBÄLLCHEN)

Fiadoni sind gebackene Käsebällchen aus der Region Abruzzen, die übergroßen Raviolis ähneln.

Sie schmecken warm besonders lecker, weil sich das Käsearoma durch die kleinen Luftlöcher verbreitet. Sie lassen sich aber ebenso gut als Fingerfood zum Mitnehmen genießen.

Die Zubereitung ist zwar ein wenig aufwendig, aber dafür werden Sie mit einer himmlisch guten Füllung belohnt, die beim ersten Bissen im Mund zerschmilzt.

Wenn Sie Fiadoni zum nächsten Treffen mit Freunden mitbringen oder sie als Gastgeber bei Ihrem Abendessen anbieten, werden Sie in der Beliebtheitsskala Ihre Freunde ganz oben stehen.

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Das Originalrezept für Fiadoni aus den Abruzzen

ZUTATEN

Für 20 - 24 Fiadoni

  • 300 g Mehl
  • 5 Eier
  • 100 ml Olivenöl
  • 100 ml Weißwein
  • 100 g Rigatino-Käse
  • 100 g Pecorino-Käse
  • 150 g Parmesan
  • 4 g Trockenhefe
  • 1 leicht verquirltes Eidotter
  • etwas Milch

 

URSPRUNG

Fiadoni sind eine Spezialität aus den Abruzzen, einer Region im östlichen Teil Mittelitaliens.

Sie werden auch „Osterravioli“ genannt, da die Tradition der Abruzzen verlangt, dass man sie während der Osterzeit verzehrt.

Allerdings stammen die schmackhaften Fiadoni ursprünglich aus der Emilia-Romagna, wo man ihr Vorkommen bis auf die Renaissancezeit nachverfolgen kann. Zum ersten Mal wurde das Rezept für Fiadoni im Jahr 1557 im Kochbuch Libro nuvo nel qual s’insegna a far d’ogni sorte di vivande (dt. Neues Buch, das die Zubereitung aller Arten von Speisen lehrt) von Cristoforo di Messisbugo, einem Koch und Truchsess am Hof der Este, erwähnt.

Es ist eine weithin akzeptierte Theorie, dass die Verwendung von Safran im Originalrezept die Fiadoni in die Abruzzen brachten, die zu dieser Zeit die Haupterzeugerregion für Safran war.

Der kostbare Safran wurde schon vor langem aus vielen Rezepten der heimischen Küche der Abruzzen genommen, aber die Fiadoni – auch ohne Safran – blieben all die Jahre über weiter eine Spezialität der Region und werden es auch in Zukunft bleiben!

Parmesan
Olivenöl
Weißwein
Eier

REZEPT

Die Zubereitung von Fiadoni erfordert das Formen eines Teiges, der in wenigen Minuten fertig ist und noch dazu Spaß macht.

Man muss ihn nur kurz durchkneten, trotzdem entspannt man sich dabei. Sobald der Teig fertig ist, wird er ausgerollt, zugeschnitten und gefüllt – ganz so wie man Ravioli zubereitet.

Die Füllung besteht aus einer einfachen Mischung aus pikantem und mildem italienischem Käse, die mithilfe von Eiern zu einer Masse geformt werden.

Daraus wird eine cremige Füllung, die die Luft schon während des Backens mit dem Duft von Käse füllt. Damit steigt die Vorfreude auf den Moment, wenn man endlich hineinbeißen kann.

Das Originalrezept sieht Rigatino-Käse vor, einen halbfesten Käse aus Schaf- und Kuhmilch aus den Abruzzen. Wie das bei vielen regionalen Rezepten in Italien der Fall ist, wird Ihnen niemand einen Vorwurf machen, wenn Sie sich für einen Käse nach Ihrer persönlichen Vorliebe entscheiden.

Dieses Rezept soll als Anregung dienen, Sie können auch Schinken oder andere Zutaten, die Sie zur Hand haben, einfüllen. Es ist nur wichtig, dass alle Zutaten von bester Qualität sind.

ZUBEREITUNG

Das Mehl mit einer Prise Salz in eine große Schüssel geben.

In einer kleineren Schüssel die zwei Eier mit Öl und Wein verquirlen.

Eine Mulde im Mehl bilden und das vermengte Ei hineingießen. Mit einem Holzlöffel die Masse zusammendrücken, anschließend mit den Händen den Teig durchkneten.

Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche legen und einige Minuten durchkneten, bis der Teig weich und elastisch ist.

Mit Plastikfolie abdecken und beiseitestellen, während Sie die Füllung vorbereiten.

Füllung: Die beiden Käsearten, 2 Eier, Hefe und Pfeffer in einer Schüssel vermengen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Ein großes Backblech mit Backpapier auslegen.

Nehmen Sie nur die Hälfte des Teiges zur leichteren Verarbeitung. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 2 - 4 mm dick ausrollen, wobei die Dicke ganz nach persönlicher Vorliebe variieren kann.

Ca. 10 cm große Kreise ausstechen und eine Teelöffel Füllung in die Mitte jedes Teigkreises geben.

Nun zusammenklappen und den Teig mit den Fingern am Rand gut festdrücken. Sie können dazu auch eine Gabel verwenden. Die Fiadoni auf das Backblech legen.

Den Eidotter mit etwas Milch oder Wasser verquirlen und die Oberfläche der Fiadoni damit bestreichen. Mit einem scharfen Messer oben einen kleinen Einschnitt machen.

20 - 25 Minuten backen, bis sie schön aufgehen und goldbraun sind.

Fiadoni schmecken warm serviert am besten.

WISSENSWERTES

Es ist ganz verständlich, wenn es Ihnen schwerfällt, sich zu entscheiden, welche wirklich die Original-Fiadoni sind, wenn Sie in verschiedenen Städten der Abruzzen die vielen verschiedenen Füllungen probieren. Um noch mehr Verwirrung zu schaffen, gibt es auch eine völlig andere Art von Fiadoni in Korsika.

Diese Fiadoni unterscheiden sich sowohl in der Form als auch bei den Zutaten und ähneln eher einem Käsekuchen.

Dieser korsische Käsekuchen ist leichter als herkömmliche, da er mit geschlagenem Eischnee, der mit Orangenschalen aromatisiert wurde, zubereitet, unter den Brocciu-Käse gehoben wird. Es handelt sich dabei um frischen Schafkäse aus Korsika, der etwas an italienischen Ricotta erinnert.