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Yuzu

YUZU

Diese sonderbare gelbe Frucht, die wie eine plumpe, gedrungene Zitrone aussieht, ist in Wirklichkeit keine Zitrone. Was wissen Sie über die Yuzu?

ANTIKER ASIATISCHER URSPRUNG 

Yuzu (citrus junos) ist eine hybride Zitruspflanze aus der Kreuzung der antiken Zitruspflanze Ichang papeda und einer bitteren Mandarinenorange aus China. Sie ist in Japan und Korea weit verbreitet, wo sie während der Tang-Dynastie zwischen dem 7. und dem 9. Jahrhundert eingeführt wurde. Yuzu ist bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit: Sie überlebt auch sehr kalte Winter mit Temperaturen bis -9 °C.

EINE BELIEBTE ZUTAT IN DER KÜCHE 

Yuzu wird vor allem in Japan, China und Korea angebaut, wo diese Frucht für einige Gerichte mit jahrhundertealter Tradition, Marmeladen und Tees verwendet wird. Auch in herzhaften Rezepten kommt diese Frucht zum Einsatz. Der Geschmack der Yuzu ist weniger stark als jener der Zitrone, dafür fruchtiger. Daher eignet sie sich hervorragend, um die Aromen von Gemüse, Fleisch und Fisch hervorzuheben. Seit den 2010er-Jahren ist diese Frucht auch in der westlichen Welt bekannt und die Yuzu wurde zu einer begehrten Zutat vieler gehobener Restaurants, Konditoreien und Bäckereien. Um nur einige zu nennen: Küchenchef Ferran Adrià vom bekannten Restaurant El Bulli verwendete ein Yuzu-Baiser in seinem Gericht ‚El Bosque Animado’, während Jordi Bordas, der weltberühmte Konditor-Weltmeister sein Dessert ‚Yuzu à l’Aube’ ganz der Yuzu-Frucht widmete! Yuzu hat wirklich die Küchen der Spitzenrestaurants in der ganzen Welt erobert.

EIN HEISSES YUZU-BAD – DIE TOUJI-TRADITION IN JAPAN 

In Japan ist die Yuzu Teil einer alten Tradition in den Nächten der Wintersonnenwende, die Touji heißt. Zu Touji ist es Brauch, an diesen kalten Winterabenden ein heißes Bad zu nehmen, in dem ganze und aufgeschnittene Yuzu hinzugefügt werden. Es soll dem geistigen und körperlichen Wohlbefinden dienen.

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